Gebetsanliegen

 
von Roland Eckert
 
Wer in den eigenen (oder auch in einen fremden) Garten schaut, stellt fest, dass die Erntezeit näher rückt. Auch auf den Obstbäumen hängen deutlich erkennbar Früchte. Manches hat man auch schon geerntet: Kirschen zum Beispiel. Alles ein Geschenk der Natur? Nein, vielmehr ein Geschenk Gottes. Der Schöpfer und Erhalter der Natur ist der Geber dieser Gaben. Ihm wollen wir danken für Früchte, Gemüse, Getreide; auch für das Fleisch. Wir bitten ihn, uns den richtigen Umgang mit seinen Gaben zu lehren. Dazu gehört nicht nur, dass wir den Wert dieser Lebensmittel neu schätzen lernen, sondern auch, dass wir lernen davon abzugeben, damit alle Menschen genug zu essen haben.
 
Das führt uns zum nächsten Thema: Die Hungersnot in Ostafrika. Die aktuelle Hungersnot in Ostafrika ist die größte seit vielen Jahren. Dass es z. B. in Somalia keinen funktionierenden Staat gibt, verschärft die Situation für die einfache Bevölkerung. Im Gebet bitten wir Gott für die hungernde Bevölkerung, dass er eingreift und hilft. Wir bitten Gott, dass er den Verantwortlichen bei den Vereinten Nationen und den vielen Nichtregierungsorganisationen Weisheit gibt, die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit der notleidenden Bevölkerung geholfen werden kann. Es ist auch unsere Bitte, dass Gott in allen logistischen Herausforderungen große und kleine Wunder schenkt, damit die Hilfsgüter dort ankommen, wo sie dringend benötigt werden.

Auch wir in Europa kämpfen mit einer Krise. Es ist nicht der Hunger, sondern die Sorge um unsere gemeinsame europäische Währung. Gott schenke den Politikern die Weitsicht, mit den geeigneten Mitteln die Ursachen der Euro-Krise anzugehen. In diesen Krisenzeiten kann Gott Wege öffnen, die zukunftsfähig sind. Darum bitten wir ihn.

 
Wir wollen Gott für die kommenden Wochen danken. Nicht nur Schüler und Lehrer, auch viele Arbeitnehmer werden in den nächsten Wochen den Luxus von Ferien in Anspruch nehmen können. Dankbar wollen wir dafür sein, denn es ist nicht selbstverständlich, dass wir uns diese Auszeit nehmen können, ohne um den Arbeitsplatz fürchten zu müssen und ohne dabei wirtschaftliche Nachteile zu erleiden. Es ist unser Wunsch und unser Gebet, dass wir in dieser Zeit der Ruhe auch wirklich zur Ruhe kommen können, Zeit für uns, die Familie und Freunde finden.

Im Bitten, Danken und Loben wollen wir uns hinein nehmen lassen, in das Staunen über Gottes Treue und Güte zu uns Menschen durch alle Zeiten hindurch