von Roland Eckert
Am Ende dieses Kirchjahres wollen wir danken für die vielen Gruppen und Kreise, für die Vielfalt an Gottesdiensten, für die Abwechslung in der Musik. Wir wollen danken, dass in allem immer wieder Christus unser Herr groß gemacht wird, dass Gott uns ermöglicht, unsere Gaben ihm zur Ehre einzusetzen. Wir danken Gott für die Freiheit, die wir in unserem Land genießen: Das Leben unserer Kirchengemeinde wird allerhöchstens durch das Jugendschutzgesetz oder Hygienevorschriften eingeschränkt :-) Aber sonst können wir unseren Glauben in großer Freiheit leben. Wir bitten Gott im Blick auf unsere eigene Freiheit aber für diejenigen, die ihren Glauben nur mit großen Einschränkungen leben können. Wir bitten Gott für Christen in Verfolgung, für Christen, die wegen ihrem Glauben um ihr Leben fürchten müssen. Wir bitten Gott, dass er diese Christen mit Kraft und Mut erfüllt, dass sie am Glauben an den auferstandenen Jesus Christus festhalten können.
Wir wollen Gott für die Politiker bitten, die in der Finanzkrise wichtige Entscheidungen treffen müssen. Gott möge den Politikern in Europa aber auch in allen anderen Ländern die Weisheit schenken, Wege zu finden, die für Stabilität sorgen. Wir bitten Gott auch für uns, dass er uns hilft, auch unangenehme Entscheidungen mitzutragen.
Wenn es jetzt draußen früh dunkel wird, schleicht sich die Einsamkeit in viele Wohnungen. Wir bitten Gott für die Einsamen in unserer Gemeinde. Wir bitten ihn, dass er diesen Leuten nahe ist und dass er immer wieder Leute schickt (auch uns), die diese Einsamkeit durchbrechen. Wir bitten auch für die Alten und Gebrechlichen, welche sich jetzt schon vor Schnee und Glätte fürchten. Gott möge sie in den kalten Tagen auf den Straßen in ganz besonderer Weise bewahren.
Auch der Kalenderjahrwechsel steht uns in etwas mehr als vier Wochen bevor. Ein Moment zum Innehalten und Zurückblicken. Dankbar bringen wir Gott die schönen Tage des Jahres 2011, fragend und vielleicht auch klagend die vielen Tage, die uns schwer gefallen sind. Wir blicken aber auch nach vorne ins Jahr 2012, bittend um Bewahrung und Weisung. Hoffend, dass Gott uns zeigt, wo uns sein Weg im neuen Kalenderjahr hinführt. Wir geben im Gebet, das vergangene Jahr an Gott zurück und erwarten das neue in der großen Gewissheit, nicht alleine zu sein, sondern den an der Seite zu haben, der alles in der Hand hat: Den dreieinigen Gott.