von Roland Eckert
Mit Danken wollen wir die Auflistung der Gebetsanliegen auch in diesem Gemeindebrief beginnen. Nicht weil Erntedankfest ist, sondern weil es eine gute Übung ist, zuerst zu danken und dann seine Bitten vorzutragen. Beginnt man bei den Bitten, fallen einem so viele ein, dass nicht selten das Ende der Gebetszeit da ist, und man noch keinen einzigen Dank vor Gott gebracht hat … Deshalb hier drei Dankesanliegen für Ihr persönliches Gebet und als Anregung nach weiteren Dankesanliegen zu suchen:
Musik Wir danken Gott für die Musik. Es ist doch erstaunlich, dass wir Menschen diese besondere Fähigkeit haben, viele Töne gleichzeitig und nacheinander so zu verbinden, dass daraus ein angenehmer Klang, eine Melodie, ein Lied oder ein Musikstücke entsteht. Wir danken Gott, dass diese Begabungen in unserer Kirchengemeinde so deutlich zu sehen ist. Zählen Sie mal auf, wie viele unterschiedliche Musikrichtungen in unseren Veranstaltungen und Gottesdiensten vorkommen. Es ist erstaunlich, wie viele es sind. Vielen Dank, großer Gott, für das Geschenk der Musik.
Erntezeit In den Gärten kann man zur Zeit eine große Zahl an verschiedenen reifen Früchten sehen. Ordentlich in Gemüsebeeten oder zufällig angeordnet auf Bäumen und in Büschen können wir eine Menge Gemüse und Früchte ernten. Wenig haben wir dazu selbst beigetragen. Säen, Pflanzen, Gießen, Düngen … ohne Zweifel ist das mit Arbeit verbunden. Aber gewachsen ist es ganz alleine. Wir danken Gott, dass er wachsen lässt. Wir danken Gott für ein Klima, in dem etwas gedeiht. Wärme, Wasser, Licht und Dunkelheit Erst wenn alles passt, ist eine große Ernte gewiss. Gott hat alles eingerichtet, dass wir uns vom Ertrag der Erde ernähren können. Ihm danken wir dafür! Vielen Dank, großer Gott, dass du uns durch den Ertrag der Erde versorgst.
Sommerzeit = Ferienzeit Trotz etlichen nassen Tagen blicken wir auf einen warmen, schönen Sommer zurück. Eine Zeit in der viele von uns auch einige freie Tage unterbringen konnten. Tage, in welchen man nicht von der Arbeit verfolgt wird, sondern Zeit für sich, die Familie und hoffentlich auch für Gott hat. Wir danken Gott für unser Ferientage und wollen gleichzeitig diejenigen nicht vergessen, die diesen Luxus nicht haben. Vielen Dank, großer Gott, für Auszeiten, in welchen wir aus dem Alltagstrott ausbrechen können.
Zu unseren drei Dankesanliegen wollen wir drei Bitten stellen:
Eurokrise Irgendwie weiß man nicht genau, wer und was die Eurokrise ist. Aber sie weckt in uns Existenzängste. Politiker wissen nicht mehr, was wirklich zu tun ist. Ohne dass wir wirklich viel über die wirklichen Ursachen dieser Krise wissen, wollen wir Gott bitten, dass er den Politikern und den Managern in den Banken der Eurozone hilft, kluge Entscheidungen zu treffen, die nicht nur eine kurzfristige, sondern eine Entspannung der Situation auf lange Sicht bringt. Wir bitten Gott auch dafür, dass die Politiker und auch die Entscheidungsträger in der Wirtschaft die richtigen Entscheidungen treffen. Großer Gott, hilf du der Politik einen Ausweg aus der Eurokrise zu finden.
Kriegsgebiete Es gibt wieder sehr viele Kriegsgebiete auf unserer Erde. Afghanistan fällt uns sofort ein. Aber auch der Irak ist noch lange kein friedliches Land. In Kenia, Somalia, Jemen, Syrien, Libyen wird gekämpft. Vom Libanon, von Palästina, Israel, Ägypten und anderen Ländern hört man nur dann etwas, wenn es viele Verletzte und Tote gegeben hat. Wir bitten Gott um sein Eingreifen. Er allein kann in diesen Konflikten wirklichen Frieden stiften. Großer Gott, schenke du Frieden auf deiner Welt.
Winterhalbjahr Noch ist es warm und angenehm draußen. Und fast scheint es vermessen von einem Winterhalbjahr zu sprechen. Aber schon bald wird es kalt, nass und unfreundlich sein, wenn wir vor die Haustüre gehen. Jungen Leuten mag das egal sein, aber wer unter uns schon zu den älteren gehört, weiß um die Schwierigkeiten der Herbst- und Winterzeit. Nasses Laub auf den Straßen, die das Gehen auch ohne Eis und Schnee zum Abenteuer werden lässt. Die Dunkelheit, die das Alleinsein noch schwerer macht, als es sonst schon ist … Wir bitten Gott darum, dass er uns hilft die Älteren in unserer Gemeinde, die das Winterhalbjahr nicht einfach wegstecken, nicht zu vergessen. Großer Gott, hilf uns, mit den unangenehmen Seiten des kommenden Winterhalbjahres richtig umzugehen.