Missionsprojekt
Missionsprojekt unserer Kirchengemeinde
Mädchendörfer in Indien
Jedes Jahr stellt unsere Kirchengemeinde dem Kinderhilfswerk Nethanja (Gott hat’s gegeben) in Indien eine Spende zur Verfügung.
Von den 700 Kindern in 12 Kinderheimen befinden sich 150 Mädchen in zwei Einrichtungen. Sie erhalten eine gute Schulbildung und später eine Ausbildung in verschiedenen Berufen, bis hin zur Computer-Fachfrau.
In Indien kommt es noch immer vor, dass Mädchen ab 12 Jahren ungefragt durch Familien-Vereinbarungen verheiratet werden, dass eine Frau von der Familie ihres Mannes geschlagen wird, wenn ihr Vater ihr nicht genügend »Brautpreis« mitgeben konnte. In Indien muss der Vater einer Tochter oft dem künftigen Ehemann einen »Brautpreis« bezahlen, was für Arme manchmal fast nicht möglich ist. Deshalb wird von manchen Familien ein Mädchen oder eine
Frau noch als »Minus« angesehen.
Nethanja sorgt dafür, dass die biblische Botschaft von 1. Mose 1, 26-27 in Indien verwirklicht wird: Gott schuf DEN Menschen (hebräisch »Adám« = DER Mensch) zu seinem Ebenbild und schuf DEN Menschen (DEN Adám) als Mann und als Frau.
Dies bedeutet: verschieden geschaffen und ebenso mit GLEICHER Würde.
Der Träger-Verein hat eine Internet-Seite wo Sie viele weitere Informationen bekommen:
www.nethanja-indien.de
Aus einem Brief von Leesa Komanapalli, der Tochter von Bischof Sing Komanapalli:
»Jeden Sonntag kommen alle Kinder auf unserem Gemeinde-Gelände, um gemeinsam zu spielen. Einmal war die kleine Suria die ganze Zeit über bei mir und hielt meine Hand. Ich fragte sie, ob sie eine Akka oder Chellie (große oder kleine Schwester) habe.
Sie sagte: »Ja, ich habe eine Akka!« Auf meine Frage, wo ihre Schwester sei, meinte sie, ihre Schwester sei doch hier. Überrascht fragte ich, wer von den vielen Mädchen auf dem Gelände es denn sei.
Da schaute sie mich nur an und sagte mit großer Selbstverständlichkeit: »DU bist doch meine große Schwester« Das hat mich innerlich berührt, und ich umarmte Suria. Es ist so schön zu wissen, dass mich diese Kinder lieben und mich als ihre große Schwester ansehen. Ich spüre auch jeden Tag, dass Gott bei mir ist, denn diese Freude und Kraft, die ich hier in Indien spüre, ist ein Segen Gottes.«