
Ich heiße Susanna Herr und wurde geboren in Waiblingen im Rems-Murr-Kreis. Aufgewachsen bin ich in Winterbach bei Schorndorf im Remstal, ca. 30 km östlich von Stuttgart zusammen mit meinem 2 Jahre jüngeren Bruder. 1991 legte ich am Burggymnasium in Schorndorf mit den Leistungskursfächern Musik und Latein mein Abitur ab. In dieser Zeit absolvierte ich auch meine nebenberufliche Chorleiter- und Organistenprüfung (die sogenannte C - Prüfung).
Das Kirchliche Vorpraktikum im Rahmen des Diakonischen Jahres führte mich dann in die Kirchengemeinde Kupferzell in Hohenlohe. Dort konnte ich als Gemeindepraktikantin den praktischen Alltag eines Pfarrers in den unterschiedlichsten Bereichen kennen lernen.
Die Arbeit dort hat mir viel Freude bereitet, so dass sich mein Entschluss festigte, Theologie zu studieren. Doch zunächst hieß es, die beiden anderen alten Sprachen, nämlich Altgriechisch und Hebräisch zu erlernen, was mir am Sprachenkolleg in Stuttgart auch gelang. Zum Wintersemester 1993/94 begann ich mit dem Studium der Evangelischen Theologie in Tübingen. Ich durfte dabei die Vorzüge eines Stipendiums im Evangelischen Stift genießen.
Nach der Zwischenprüfung machte ich drei Auswärtssemester in der reformierten Schweiz und studierte an der kleinen evangelischen Fakultät in Bern. Besonders eindrücklich sind mir aus dieser Zeit die Seminare im Bereich der Kirchengeschichte über die Zeit des Pietismus geblieben. Nikolaus Graf von Zinzendorf lernte ich als ersten ökumenischen Theologen kennen und verschiedene autobiographische Texte wichtiger Männer und Frauen des Pietismus öffneten mir neue Horizonte.
Nach meiner Rückkehr nach Tübingen arbeitete ich nebenbei als Hilfskraft bei Professor Gerhard Hennig im Bereich der Praktischen Theologie.
Im Wintersemester 1999/2000 legte ich meine 1. Theologische Dienstprüfung in Tübingen ab.
Danach hatte ich für ein weiteres Jahr eine halbe Stelle bei dem Neutestamentler und Judaistik Professor Martin Hengel inne, bevor ich dann im März 2001 mit dem Vikariat auf der Ostalb im Dekanat Aalen begann. Im Juli 2003 wurde ich von Dekan Erich Haller zusammen mit meinen drei Teamkollegen in der Stadtkirche in Ellwangen ordiniert und in den Pfarrdienst eingeführt.
Zum 1. September 2003 begann ich meinen unständigen Dienst als Pfarrerin zur Dienstaushilfe bei Dekan Ellinger an der Martinskirche in Kirchheim unter Teck. In enger Zusammenarbeit mit dem dortigen Stadtpfarrer Jochen Maier und dem Jugendreferenten Jochen Leitner konnte dort manches wachsen und gedeihen.
Es war eine Zeit, in der ich sehr viele Anregungen für die praktische Gemeindearbeit gerade im Bereich mit (Klein-) Kindern und Konfirmanden bekam.
Zum März 2006 wurde ich für eine der vier Personalentwicklungsstellen im Bereich Seelsorge in unserer Landeskirche ausgewählt. Für eineinhalb Jahre war ich 2. Klinikpfarrerin am Diakonieklinikum in Stuttgart, wo ich auch viele Verkündigungsdienste bei den Feierabendschwestern in der Diakonissenanstalt nebenan übernahm. In diesen 18 Monaten absolvierte ich die zwölfwöchige Grundausbildung in Pastoralpsychologie (KSA).
Im Juli 2007 wählte mich der Kirchengemeinderat Dornhan zur Nachfolgerin von Pfarrer Breymayer.
Am 2. März 2008 fand der Investitur-Gottesdienst statt.