Der Frauenchor


Unser Frauenchor besteht derzeit aus ca. 20 Sängerinnen, von denen einige dem Chor schon seit Jahrzehnten die Treue halten.
 
Mit unserer Dirigentin Rose Burgbacher proben wir an jedem dritten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr im Gemeindehaus.
 
Über Verstärkung, hauptsächlich in den Altstimmen, würden wir uns sehr freuen, um evangelische und katholische Beerdigungen, wenn gewünscht, musikalisch zu umrahmen.
 
Kontaktadresse:

Rose Burgbacher, Telefon 07455/539
Christa Kretschmann, Schießrain 5, Telefon 07455 / 8271

Der Frauenchor mit der Dirigentin Rose Burgbacher


Folgende Sängerinnen singen zur Zeit mit:
Erika Gaiser, Christa Kretschmann, Lili Lehmann, Liselotte Link, Anni Müller, Gisela Niebel, Amanda Scherle, Hedwig Schwenk, Inge Warth, Heide Wolber.
Margot Frick, Monika Merkt, Gretel Miller, Dorothea Müssigmann
Irmgard Eisele, Marianne Haselmayer, Ruth Heinzelmann, Anne Mutschler.


Entstehung, Aufgabe und Dienst des FRAUENCHORS


 
von Anni Müller

In den Anfängen des Chores, der damals »Leichenchor« hieß, sangen neben Erwachsenen auch Schulkinder der 7. und 8. Klasse mit. Die Proben fanden im alten Gemeindehaus statt, wo heute der »Bären«-Kindergarten untergebracht ist. Ein Harmonium stand dort für die musikalische Begleitung zur Verfügung.
Lassen Sie uns ein wenig in die Gegebenheiten der früheren Zeiten abschweifen.

Bei einem Todesfall wurden die Verstorbenen zu Hause aufgebahrt und am Tag der Beerdigung holte der Leichenwagen, von Pferden gezogen, den Sarg ab und brachte ihn zum Friedhof. Der Wagen fuhr sozusagen den Weg, den die Verstorbenen zu Lebzeiten immer durch den Ort gegangen waren. Bei einem Todesfall in Busenweiler wartete der Leichenchor oben an der Steige, bis der Zug eintraf.

 
Doch auch bei anderen Anlässe sang der Chor. Bei Wind und Wetter ging es zum Adventssingen zu alten und kranken Menschen in Dornhan und Busenweiler, denen ein kleines gebasteltes Geschenk überreicht wurde. Dieser Liebesdienst war eine Freude für die Ausführenden und noch heute, so Original-Ton von Margret Fahrner-Müller und Lina Mann, »füllt dieser stille Frieden aus den kleinen Wohnzimmern unser Herz«.
Andere Aufgaben, wie z. B. das Singen bei den Allianz-Gebetswochen oder am Buß- und Bettag im Gottesdienst, werden bis heute beibehalten.

 
Nach und nach wurden die alten Gesangbücher durch Notenblätter mit neuerer, zeitgemäßer Literatur ersetzt, obwohl hin und wieder auch noch die alten, ausdrucksstarken Liedtexte gewünscht werden. Immer schon gab es und gibt es auch noch heute einmal im Jahr einen Ausflug; oft mit der Bahn, was allen viel Spaß macht, um bei Singen und Lachen eine gute Gemeinschaft zu pflegen.
 
Meist Anfang Januar kommt man an schön geschmückten Tischen im Gemeindehaus zusammen, um in geselliger Runde bei einem kleinen Imbiss das vergangene Jahr abzuschließen. Viele Jahre lang bereitete die verstorbene Erna Pfau dem Chor mit ihren selbst verfassten, langen Gedichten Kurzweil, Freude und auch Besinnung.

 
Der Dienst des »Frauenchors«, wie er heute genannt wird, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Lieder und Chöre mit ihrer guten Botschaft von der Heimat des Menschen in Jesus Christus, vermögen inneren Frieden und neue Hoffnung zu geben für viele Hinterbliebene, die in Trauer, Angst und Verzweiflung an den Gräbern ihrer Lieben stehen, sich allein fühlen und es oft auch sind.

 
Die Chorprobe findet immer am 3. Dienstag im Monat um 19.30 Uhr im Gemeindehaus statt. Ein ruhiges Abendlied beschließt das Üben.
Ein besonderer Dank sei an dieser Stelle an Frau Rose Burgbacher ausgesprochen. Unermüdlich, flink und agil wie eh und je, leitet sie die Chorproben und das Singen bei den Beerdigungen und Bestattungen.
Auch begleitet sie musikalisch die Trauerfeiern in der Aussegnungshalle.
 
Es wäre schön, wenn noch einige Frauen es zeitlich einrichten könnten, mit zu singen, gleich welcher Konfession.
In der Regel trifft man sich zum Einsingen um 12.45 Uhr bei Rose Burgbacher.