Der Eingang

 

Alte Kirchen haben immer die Ausrichtung: von Westen (Sonnenuntergang, Nacht, Dunkel, Tod) nach Ost (zum Sonnenaufgang, zur Auferstehung Jesu).

 

Eine rechte Kirche ist immer "geostet", das heißt, der Turm ist im WESTEN, der Chor im OSTEN.
Wir treten im WESTEN ein, als Leute, die mit Sünde und mit Dunkel und Tod beladen sind.
Der Turm ist der WÄCHTER gegen dieses Dunkel ("eine feste Burg ist unser Gott/ ein gute Wehr und Waffen!).

 

Studienrat Rehfuss aus Dornhan hat einst nachgewiesen, dass der Eingang früher von WESTEN im Turm erfolgte. Wir treten ein in die Kirche vom Ort des Sonnenuntergangs, der Dunkelheit, beladen mit Angst und Schuld. (Deshalb in den katholischen Kirchen auch das Weihwasser als Erinnerung an die TAUFE, im Mitsterben und Mit-Auferstehen mit Christus gelange ich zum neuen Leben).

Der Eltern-Kind-Raum

An der Decke noch die Löcher für die drei Glockenseile.

Früher wurden die Glocken von Hand geläutet, vom Mesner und oft noch von Konfirmanden, die das gerne taten.

Die zwei Grabtafeln:

Der Ritter Johannes aus Alpirsbach (die römischen Zahlen ergeben… (1466??). Man sieht noch Spuren von der Gestalt des Ritters. Sicher lag der Grabstein im Chor und wurde im Laufe der Zeit "glattgetreten". In alten Zeiten ließen sich hohe Politiker und kirchliche Würdenträger im Chor der Kirche bestatten. Wenn Christus käme und die Toten auferstünden, wären sie wie im Leben vorher an der Spitze, um ihn zu begrüßen.



Die Barocktafel aus dem 18. Jahrhundert: hier beklagt ein Vogt von der "Verwaltung" den frühen Tod seiner Frau und befiehlt sie der Auferstehung mit Christus.
Dornhan war ja eine württembergische Verwaltungsstadt, evangelisch, von vorderösterreichischem Gebiet bis 1803 umgeben. (Horb Leinstetten, Hochmössingen usw.).

Deshalb war es als Verwaltungssitz wichtig. (Siehe auch das "Verwaltungs-Gebäude" bei der Stadtmauer!