Weltgebetstag Bahamas

Am ersten Freitag im März fand auch in diesem Jahr wieder der Weltgebetstag statt. Die Liturgie wurde in diesem Jahr vorbereitet von Frauen von den Bahamas.

In Dornhan wiederum trafen Frauen aus der katholischen, evangelisch-methodistischen und der evangelischen Kirche die Vorbereitungen und führten den Gottesdienst gemeinsam durch.

Die Predigt hielt Beate Pfau, für die gute Musikbegleitung sorgte ein Gruppe aus Betzweiler um Katharina Link.

Große Vielfalt auf kleinem Raum: so könnte ein Motto der Bahamas lauten. Der Inselstaat zwischen den USA, Kuba und Haiti besteht aus 700 Inseln, von denen nur 30 bewohnt sind. Traumstrände, Korallenriffe und glasklares Wasser machen die Bahamas zu einem Sehnsuchtsziel für Tauchbegeisterte und Sonnenhungrige. Seine rund 372.000 Bewohnerinnen und Bewohner sind zumeist christlich geprägt. Über 90 Prozent gehören einer Kirche an (anglikanisch, baptistisch, römisch katholisch etc.).

Das Schwerpunktland des Weltgebetstages 2015 weist eine der höchsten Vergewaltigungsraten weltweit auf. Häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder ist auf den Bahamas an der Tagesordnung. In kaum einem anderen Land der Welt haben Teenager so früh Sex; jede vierte Mutter ist jünger als 18 Jahre.

Die christlichen Frauen der bahamaischen Weltgebetstags-Bewegung benennen mutig all diese Schattenseiten ihrer Heimat. Ihr Gottesdienst "Begreift ihr meine Liebe?" macht zugleich Hoffnung auf Gerechtigkeit in Kirche und Gesellschaft und ermutigt zum Einsatz gegen geschlechterspezifische Gewalt.

Nach dem ökumenischen Gottesdienst wurde die Gelegenheit zum Austausch bei Gebäck und den genialen Cocktails der Jugendgruppe "Cocktail" gerne wahrgenommen.

Übrigens wären auch Männer herzlich zu diesem schönen Gottesdienst eingeladen gewesen, auch wenn der Gottesdienst ausschließlich von Frauen vorbereitet wurde.