30 Jahre Grenzöffnung

Anlässlich des 30. Jubiläums des Mauerfalls am 9. November 1989 fand in Dornhan ein ökumenischer Gottesdienst mit anschließender Kundgebung statt.
In der Stadtkirche fanden zahlreiche Besucher aus allen Konfessionen zusammen. Auch bei der Gestaltung der Feier waren alle Dornhaner Konfessionen beteiligt.

Bei der Predigt von Pastor Jürgen Blum von der Evangelisch-Methodistischen Kirche ging es um diese Tage im Jahr 1989, die ihren Anfang mit den Montagsgebeten in den Kirchen nahmen.
"Keine Gewalt" war einer der Rufe, die während der anschließenden Märsche in Leipzig ertönten.
Und es darf durchaus als Wunder angesehen werden, dass die Öffnung der Grenzen und die anschließende Wiedervereinigung ganz ohne Gewalt vor sich gehen durfte.
Dies vor dem Hintergrund, dass 7 Monate davor die Demokratiebewegung in Peking durch ein Massaker der Regierenden an den Studenten beendet wurde.

Mesnerin Susanne Pfau holte die Flamme von den Altarkerzen, mit der dann wiederum die Kerzen entzündet wurden, mit denen die Besucher unter feierlichem Glockengeläut zum Denkmalplatz wanderten.
Dort sprach Bürgermeister Markus Huber über die Ereignisse des Jahres 1989 und appellierte dafür, die alten Zeiten realistisch zu beurteilen. Sie seien viel schlechter gewesen, als wir Sie teilweise in Erinnerung haben, im Osten und im Westen.
Marianne Dölker-Gruhler interviewte Erhard Pallesche, der als damaliger DDR-Bürger und Regimegegner mit seiner Familie viele Nachteile, Schikanen und Bespitzelungen ertragen musste.

Ein Dank- und Fürbittengebet mit Vertretern aller Konfessionen bildete den Schluss dieser schönen Veranstaltung.
Für die musikalische Gestaltung sorgte der Posaunenchor. Der Chor der Neuapostolischen Kirche trug mit zwei Liedbeiträgen dazu bei.