Erntebittgottesdienst

Den Erntebittgottesdienst am 28. Juni wollten wir dann eigentlich auch auf dem Kirchplatz feiern.
Auf Grund der feuchten Witterung am Sonntagmorgen sind wir dann in die Kirche ausgewichen.

Thomas Würz war in seiner Funktion als Imker eingeladen. Er berichtete von einem guten Frühjahr für die Bienen, welche nach Rind und Schwein das drittnützlichste Nutztier sind. Durch ihre Bestäubungsarbeit leisten sie einen unschätzbaren Beitrag.
Probleme bereitet nach wie vor die Varoa-Milbe, die auch zum Totalverlust ganzer Bienenvölker führen kann.
Er rief dazu auf, in den Gärten Plätze in Form von Blumenwiesen zu schaffen, wo Bienen, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere nützliche Insekten Nahrung finden können.
Thomas zeigte sich fasziniert und dankbar für die Schöpfung. Für ihn ist klar, dass das kein Produkt des Zufalls ist, sondern dass hier Gott gewirkt hat.
Und wenn er dann ein Honigbrot genießt, dann gilt für ihn das Psalmwort: „Schmecket und sehet wie freundlich der Herr ist“   

Thema des Gottesdienstes war „Ein jeder sammle, so viel er zum Leben braucht“
Dazu hörten wir eine Sprechmotette und Pfarrer Hansjörg Landenberger predigte über die Geschichte, als die Israeliten in der Wüste unterwegs waren und Gott ihnen Brot, das Manna, vom Himmel regnen ließ.
Das Volk sammelte dann auf „so viel jeder zum Leben brauchte“.
Wer jedoch mehr sammelte, dem verdarb der Überfluss. Wer weniger sammelte, wurde trotzdem satt.
Bei uns werden pro Haushalt jedes Jahr im Schnitt 85 kg an Lebensmitteln weggeworfen, und zu Beginn der Corona-Maßnahmen wurde teilweise rücksichtslos gehamstert.
Wo ist das Maß, wo ist unsere Mitte?
Anstelle der Besorgtheit um das Leben darf die vertrauende Gelassenheit auf Gott regieren, damit davon auch ein maßvoller Umgang in unseren Alltag fließt.

Für die musikalische Begleitung sorgten wieder Katharina Kaufmann und Claudius Link als Band sowie  Janina Schaible an der Orgel.